Psoriasis vulgaris

Die Schuppenflechte ist eine chronisch-entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung. Aufgrund ihrer weiten Verbreitung wird sie auch als dermatologische Volkskrankheit angesehen.  

Typisch für die Psoriasis vulgaris sind runde, rot gefärbte, erhabene und teils juckende Entzündungsherde auf der Haut. Diese sind scharf begrenzt und mit charakteristischen silbrig-glänzenden Schuppen bedeckt. Das Krankheitsbild reicht von einzelnen, zunächst punktförmig kleinen Entzündungsherden bis zu einem Befall der gesamten Haut.

Besonders häufig sind die Streckseiten der großen Gelenke betroffen, aber auch der behaarte Kopf oder die Kreuzbeingegend.  Prinzipiell können aber alle Körperstellen betroffen sein.

Außer der Haut sind oft auch die Nägel erkrankt. Als typische Nagelveränderungen gelten stecknadelkopfgroße Einziehungen der Nagelplatte, Nagelbettveränderungen, die zu einer gelblich-braunen Verfärbung führen, Krümelnägel und Nagelablösungen.

In Deutschland sind ca. 2 Prozent der Bevölkerung an einer Schuppenflechte erkrankt. Bei jedem zweiten Patienten mit Hautpsoriasis sind gleichzeitig auch die Nägel befallen. 20 bis 30 Prozent der Betroffenen haben parallel einen Gelenkbefall und somit eine Psoriasis-Arthritis.

 

Welche Ursachen und Risiken gibt es für die Entstehung einer Schuppenflechte?

Die Schuppenflechte gehört zur Gruppe der Autoimmunerkrankungen. Die genauen Ursachen, die zu ihrer Entstehung führen, sind nicht bekannt.

Neben einer erblichen Veranlagung kommen Umweltfaktoren hinzu. Das können Hautverletzungen sein, aber auch Sonnenbrände, ein Klimawechsel, Stresssituationen oder Infektionen.

Die Schuppenflechte entsteht durch eine Fehlsteuerung unseres Immunsystems. Dieser Abwehrapparat hat die Aufgabe, gefährliche Krankheitserreger, Fremd- und Schadstoffe zu erkennen und gezielt zu zerstören. Immunzellen wandern bei der Schuppenflechte in die Haut ein und lösen eine Entzündungsreaktion aus.  Die Folge ist ein stark beschleunigtes Wachstum und Absterben von Hautzellen, was wiederum zu einer Verdickung der obersten Hautschicht führt.

Die Psoriasis tritt grundsätzlich in jeder Altersgruppe auf, jedoch mit unterschiedlicher Häufigkeit. Ein erster Erkrankungsgipfel liegt vor dem 30. Lebensjahr.

Dieser Frühtyp (Typ 1) hat eine ausgeprägte erbliche Komponente und die Patienten tragen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. An dem Frühtyp erkranken etwa 70 Prozent der Patienten. Demgegenüber hat eine Psoriasis vom Spättyp (Typ 2) eine günstigere Prognose und tritt üblicherweise erst nach dem 40. Lebensjahr auf.

Wie wird die Diagnostik bei einer Schuppenflechte durchgeführt?

Der Hautarzt stellt aufgrund der typischen Hautveränderungen und Merkmale einer Psoriasis die Diagnose einer Schuppenflechte. Auch der Hinweis auf eine Schuppenflechte in der Verwandtschaft ist wichtig.

Wie wird die Schuppenflechte behandelt?

Die Therapie einer Schuppenflechte hat das vorrangige Ziel, die vermehrte Zellteilung der hornbildenden Hautzellen und die Entzündungsreaktion zu reduzieren. Durch die Behandlung der Symptome führt der Arzt ein Abklingen der akuten Beschwerden herbei. Danach wird die Entzündung unter Kontrolle gebracht sowie die Häufigkeit und Schwere der Krankheitsschübe verringert. Die  Ziele einer Therapie können für jeden Patienten unterschiedlich erreichbar sein. Im Einzelfall kann dies bedeuten, dass bereits eine wirksame Besserung der Schuppung oder eine Linderung des Juckreizes ein erheblicher Fortschritt ist.

Unterschiedliche Therapiemöglichkeiten stehen zur Verfügung:

  • Medikamentöse Therapien: topisch oder systemisch
  • Begleitende Therapien: Klimatherapie , Psychosoziale Therapie

Bei leichten Formen der Psoriasis verordnet der Arzt zunächst topische  Medikamente in Form von Cremes, Salben etc. Hierzu zählen beispielsweise Calcineurininhibitoren, Dithranol, Glukokortikoide, Tazaroten, Teerpräparate und Vitamin D3.

Bei schwereren Formen der Psoriasis können zusätzlich Systemtherapeutika gegeben werden, die im Gegensatz zu lokal oder topisch wirkenden Medikamente auf den gesamten Organismus oder Körper wirken. Hierzu zählen beispielsweise Ciclosporin, Fumarsäureester, Methotrexat, Retinoide, Phototherapien (UN-B, Balneotherapie, PUVA) und Biologika.

Biologika kommen dann zum Einsatz, wenn die zuvor aufgeführten Systhemtherapeutika nicht ausreichend wirken. Bei Biologika handelt es sich um Medikamente, die gegen körpereigene Botenstoffe gerichtet sind, die bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Psoriasis eine wichtige Rolle spielen.

Zunehmende therapeutische Bedeutung haben auch nicht-medikamentöse Maßnahmen, wie der Erfahrungsaustausch in Selbsthilfegruppen oder die Teilnahme an Patientenschulungen.

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